Schloss Bruck
MUSEUM DER STADT LIENZ

Albin Egger-Lienz (1868 - 1926)
Bauernmaler? Wegbereiter der Moderne?

Das große Highlight und seit 2003 Fixstern im Schloss Brucker Ausstellungsparcours ist die Werkschau des wohl bekanntesten Osttiroler Malers Albin Egger-Lienz. Die Präsentation führt von den Anfängen seines künstlerischen Schaffens, wo noch starke Nähe zu den frühen Osttiroler Vorbildern Franz von Defregger und Hugo Engl erkennbar ist, hin zu den bildgewaltigen und eindringlichen späteren Arbeiten, die vorwiegend um harte Arbeit, Krieg, Leben und Tod kreisen.

Achtung!
In der Ausstellungssaison 2009 sind eine Anzahl von Eggers Werken in die Ausstellung Bedrohung und Idylle - Das Menschenbild in Österreich 1918 - 1938 integriert. Die weiteren Bilder werden einer restauratorischen Pflege unterzogen und 2010 wieder gezeigt.

Wohl kaum ein künstlerisches Werk hat so kontroversielle Rezeptionsansätze erfahren wie das von Albin Egger-Lienz: "Heimatkünstler", "Ankläger des Krieges", "Bauernmaler", "Expressionist", "Blut- und Boden-Künstler", "Maler mit sozialdemokratischen Tendenzen" - diesen Etikettierungen wird auf Schloss Bruck nachgespürt. Die über 100 gezeigten Werke des Osttiroler Malers zeigen den Künstler also in jenem Spannungsfeld zwischen Historienmalerei, Moderne, Abstraktion und "Heimatkunst".

Egger-Lienz selbst, der die Dolomitenstadt seinem eigenen Namen anfügte, wehrte sich Zeit seines Lebens gegen das Klischee des Bauernmalers: "Ich male keine Bauern, sondern Formen."
Nachsatz: "Wäre ich in Holland geboren, würde ich Fischer malen."

Eggers Grabmal befindet sich am Gelände der Pfarrkirche St. Andrä in der von ihm selbst kurz vor seinem Tod mit Fresken gestalteten und von Clemens Holzmeister erbauten Kriegergedächtniskapelle. In den Sommermonaten Juli und August ist die Kapelle täglich von 11 - 16 Uhr geöffnet. Kunstauskunft durch MuseumsmitarbeiterInnen wird angeboten.

Fotos:
1. und 4. Bild von oben:
© Oberwalder
2. Bild von oben:
© Vaverka
3. Bild von oben:
© Böhm

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