13. 5. - 26. 10. 2011
Fledermaushochburg Schloss Bruck
Mindestens 15 verschiedene Fledermausarten gehen am Teich von Schloss Bruck auf nächtliche Beutejagd - mehr als die Hälfte aller bekannten Arten Österreichs. Im Inneren der Burg und im umliegenden Wald verbringen sie schlafend den Tag. Waldfledermäuse wie der Kleine Abendsegler oder die seltene Bechsteinfledermaus, die zu den bedrohten Tierarten zählen, finden in den intakten Wäldern am Schlossberg noch wichtigen Lebensraum.
Grund genug, diesen mythenumwobenen Geschöpfen der Nacht eine eigene Dauerausstellung auf Schloss Bruck zu widmen. Jede am Gelände lebende Fledermausart wird ausführlich mit Foto und Steckbrief vorgestellt, außerdem gibt es täuschend lebensecht wirkende Präparate zu sehen, die die Tiere in einer ihrer Natur entsprechenden Szene zeigen. Ausgestellte Fossilien beweisen, dass es schon vor ca. 60 Millionen Jahren, also kurz nach dem Aussterben der Dinosaurier, Fledermäuse gab, die sich kaum von heutigen Arten unterscheiden.
Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. In Ruhestellung hängen sie mit dem Kopf nach unten. Sie sind nachtaktiv und finden ihre Beute mittels Ultraschall-Echo-Orientierung. Sie ernähren sich von Spinnentieren und Insekten und sind damit nützliche Insektenvertilger.
In Asien ein Glückssymbol, wurden Federmäuse in unseren Breiten lange Zeit als unheimliche und blutsaugende Bestien gefürchtet. Tatsächlich gibt es in Mittel- und Südamerika bluttrinkende, aber ungefährliche Vampirfledermäuse. So entstanden Dracula- und Vampirmythen. Auch der Comic-Held Batman wählte zu seiner Tarnung ein Fledermauskostüm, um damit die Verbrecher in Angst und Schrecken zu versetzen.
© Dietmar Nill
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