Angebot für Schulen

„Kinder haben ein Recht darauf Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen um im Leben bestehen zu können. Aber zur Persönlichkeitsentwicklung gehört unbedingt die Kunst." Nikolaus Harnoncourt, 2016

 

SCHULE TRIFFT MUSEUM

Die museumspädagogischen Aktionen und Kunstgespräche sind methodisch und inhaltlich auf die Bedürfnisse der verschiedenen Alters- und Schulstufen zugeschnitten. Aufgrund spezieller Frage- und Aufgabenstellungen sowie eigens entwickelten didaktischen Materialien setzen sich die SchülerInnen aktiv mit den Originalen in den Ausstellungen und ihren Inhalten auseinander.

Vermittlungsangebote für Schulklassen können ab sofort bis Schulschluss und auch wieder im Herbstsemester bis einschließlich 26. Oktober 2018 gebucht werden. Wir sind täglich unter der Telefonnummer 04852 / 62580 83 oder auch per e-mail: für Sie erreichbar.

 

pdfDownload - Museumspädagogik 2018, aktuelles Programm

 

MAL MIR DEN HIMMEL! Simon von Taisten auf Schloss Bruck

Heiliger Bimbam!
Ein Blick in eine mittelalterliche Malwerkstätte

Seit über einem halben Jahrtausend strahlen die Farben des wohl schönsten Bilderbuches Osttirols, der Fresken Simon von Taistens in der Schlosskapelle in Lienz. So frisch und klar in ihrer Bildsprache, dass man unwillkürlich an moderne Comics oder kunstvolle Tattoos denken muss.
Doch wenn Simon malte – malte er allein? Wie lange brauchte er für eine ganze Kapellenwand? Und woher kamen die Farben? Gemeinsam begeben wir uns in die Werkstätte Simon von Taistens, entdecken alte Geheimnisse und die tödlichen Gefahren, mit denen man als Künstler vor 500 Jahren lebte. Die alten Meister waren aber nicht nur kreative Handwerker, sie hatten auch großes Wissen um die Heiligen und ihre Legenden. Warum Alexius unter der Treppe liegt, der Löwe einen Dorn im Fuß hat und Graf Leonhard und Gräfin Paola so viel kleiner sind als die anderen Menschen – all das erkunden die Schülerinnen und Schüler in einer interaktiven Ausstellung zum „Hofmaler“ des letzten Görzer Grafen.
Mit altersgerechten  und die Kreativität anregenden Methoden werden den Kindern und Jugendlichen mittelalterliches Handwerk, höfische Kunst und die Kultur religiöser Legenden nähergebracht und auf spielerische Weise vermittelt.

Für SchülerInnen der Oberstufe werden altersgerechte Führungen angeboten.

 

150 JAHRE ALBIN EGGER-Lienz - 1868 / 2018

Farbe – Form – Figur
Museumspädagogische Aktion von der 1.-8. Schulstufe

Welche sind die Lieblingsfarben von Albin Egger-Lienz? Wie malt man ein großformatiges Bild? Wir lernen den Österreichischen Maler Albin Egger-Lienz nicht nur als Künstler, sondern auch als Menschen kennen: Als zeichenwütigen Schüler, der unbedingt ein großer Maler werden will, oder später als Vater von drei Kindern, die er immer wieder porträtiert. Um Eggers Maltechnik auf den Grund zu gehen, werden echte Farbpigmente geprüft und am Bindemittel geschnüffelt. Schablonen mit Eggers Bildfiguren lassen sich zu völlig neuen Bildern kombinieren – die SchülerInnen werden dabei selbst zu KünstlerInnen. Und schlüpfen schließlich in die Rolle der Bildfiguren, z.B. der Kriegsfrauen oder des Sämanns.


„Ich male keine Bauern, sondern Formen“
Kunstgespräch ab der 9. Schulstufe

Und doch nehmen Eggers „Formen“ allzu oft die Gestalt von „Bauern“ an. In intensiven Bildgesprächen wird die Frage gestellt, was eigentlich „hinter“ den Bildern von Egger-Lienz steht. Auf welche geschichtlichen Ereignisse bezieht er sich konkret? Wie war das Leben als Bergbauer in Osttirol um 1900? Wie sieht Egger selbst den Krieg, den er so eindringlich dokumentiert? Außerdem wird Eggers künstlerische Entwicklung nachgespürt. Malt er zu Beginn seiner Karriere noch sehr detailgenau und realistisch, so verändert sich sein Stil im Laufe seines Lebens hin zu typenhaften, stark reduzierter Darstellung. Die Themen bleiben dieselben, die „Formen“ verändern sich.

 

Allgemeine Informationen für LehrerInnen:

Preis € 3,- pro SchülerIn

Freier Eintritt für begleitende Lehrpersonen im Rahmen des museumspädagogischen Programms.

Der Preis gilt für Schulklassen nach Voranmeldung bei Inanspruchnahme des museumspädagogischen Workshops. Bei Besuch des Museums ohne museumspädagogische Begleitung beträgt der Eintrittspreis pro Schüler € 2,50.

Dauer 1 ½ Stunden

Öffnungszeiten 19. Mai – 26. Oktober 2018 (MAI/JUNI Dienstag – Sonntag: 10 – 17 Uhr. JUL/AUG täglich: 10 – 18 Uhr. SEP/OKT Dienstag – Sonntag: 10 – 16 Uhr)

Terminvereinbarung T 04852 625 80 83 e-mail: www.museum-schlossbruck.at

Unsere Programme für Schulklassen sind gegen Voranmeldung bereits ab 8 Uhr möglich. Mitgebrachte Jause kann im Schlosspark oder bei Schlechtwetter im ehemaligen Wehrgang verzehrt werden. Das Schlosscafé steht natürlich auch zu eurer Verfügung!

Das Team der Kunstvermittlerinnen freut sich auf ihren Besuch!

Malwerkstatt damals... (c) Renata Burszan
Malwerkstatt damals... (c) Renata Burszan
Malwerkstatt damals... (c) Renata Burszan
Malwerkstatt damals... (c) Renata Burszan
Malwerkstatt damals... (c) Renata Burszan