more than nothing
fritz ruprechter & fritz tiefenthaler
30. Mai bis 20. September 2026
Museum Schloss Bruck, Lienz - Gallery in the west wing
Fritz Ruprechter zählt mittlerweile zu den Doyens der aus Osttirol stammenden Kunstszene. Der 1950 in Matrei geborene Künstler studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, an der Akademie Minerva in Groningen (Holland) und an der School of Art in Cork, Irland.
Ruprechters Arbeiten sind mitgeprägt von seinen Reisen. „Innere Ruhe ist Ausgangspunkt meiner Arbeit und umgekehrt ist die Arbeit Ausgangspunkt für die innere Ruhe“, erklärt der Künstler, und tatsächlich strahlen viele seiner Arbeiten geradezu zenbuddhistische Ruhe aus.
Bevorzugtes Arbeitsmaterial ist Papier, das der Künstler in Streifen schneidet und mit heißem Wachs tränkt. Er malt also nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit dem Bügeleisen. Papier und heißes Parafin verschmelzen, bilden Strukturen und Effekte. So entstehen Reliefs, die zum An- und Be-greifen einladen und immer einem Rhythmus folgen. Das ist ein wichtiger Aspekt. Es geht dem Künstler nicht nur um Farbe und Struktur, sondern auch um Kontemplation und asketische Disziplin, aus der Balance und Gelassenheit entstehen. Seit mehr als 40 Jahren lebt und arbeitet Fritz Ruprechter im ökotopischen Zentrum in Niederösterreich, in einer alten Fabrik, die er mit Freunden und Freundinnenn gemeinsam ersteigert hat:
An island in the midst of industrial wasteland.
Fritz Ruprechter received the sponsorship award from the city of Vienna in 1978, the award for the "Most Beautiful Books of Austria" for his book "Viel/Falten" in 2011, and the cultural award from the state of Lower Austria in 2014.
In the exhibition in the West Wing, he will present a cross-section of his works - interrupted by a sculpture intervention by his uncle, the late sculptor Fritz Tiefenthaler.
The academic sculptor, medalist, and restorer Fritz Tiefenthaler, der in Matrei in Osttirol geboren wurde und über viele Jahre als Professor an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien die Lehrtätigkeit ausübte, vertritt in seinem Werkfluss zwei stilistische Strömungen, die kaum entgegengesetzter sein könnten: Die offizielle Auftragssituation umfasst in unterschiedlichen Schaffensphasen neben der Arbeit als Kopist (z.B. Rathausmann oder Sandsteinskulpturen entlang der Ringstraße in Wien) vorrangig Skulpturales für den öffentlichen profanen und sakralen Raum, das neben expressiv Figurativem (1998: Albanus-Brunnen in Matrei i. O.) allen voran durch geometrisch Ornamentales (1965: Betonrelief Filialkirche Aderklaa/NÖ; 1967: Denkmal an der Felbertauernstraße) markiert wird.
Process-oriented and artistically diametrically opposed to these commissioned works, the sculptor pursues another, independent direction in his artistic aspirations by implementing the reduction to the essential figurative - the abstracted form and its contour - as a central concern.
The ORF Tirol has also written a contribution to Fritz Ruprechter"s exhibition, to be seen at https://on.orf.at/video/14330469/16116725/aktuelle-meldungen-vom-tag